Arbeiten auf einer Tierfarm 

Wir sind wieder in Thailand. Hier arbeiten wir auf einer Tierfarm und bleiben zwei Wochen. Es hat Kaninchen, Schafe, Ponys, Schweine, Hühner, Enten, Gänse, Truthennen, Hunde, Katzen, Fische und auch Mücken und Ameisen. 

Ein paar Tiere sind gestorben, nämlich Schafe und Hasen. Ein ganz junges Lamm war überrannt worden von den grossen Schafen. Ein zweites kleines Lamm ist noch auf die Welt gekommen. Es heisst Mara. Die Mutter von der kleinen Mara möchte sie nicht trinken lassen und jetzt müssen wir ihr mit dem Schoppen Milch geben. Einmal hatten wir das Lamm auch in der Nacht in unserem Haus. Wir mussten dem Schäfchen jede zweite Stunde Milch geben. Zwischendurch hat sie gebläckt, weil sie nicht alleine sein wollte und wir haben sie zu uns auf das Bett auf unsere Schoss genommen.

Es hat auch noch andere Volontiers hier. Jeden Tag müssen wir alle zusammen bei den Tieren rausmisten und Futter geben. Einmal mussten wir alle Schafe waschen und bürsten, weil sie Durchfall hatten. Wir können manchmal mit dem Töff der auf der Seite einen kleinen Wagen angebaut hat mit zum Gras holen für die Schafe. Es hat auch ein kleines Pony, das immer spielen möchte und dabei manchmal beisst. Ein Huhn schläft immer in der Küche, aber die anderen müssen wir jeden Abend in das Käfig treiben, weil sie nicht selbst reingehen wollen. Vor etwa einem Jahr wollte ein Hund immer mit den Enten spielen und hat dabei einer gleich das ganze Bein abgebissen. Jetzt lebt sie zwar noch, hat aber nur noch ein Bein.

 

 

Mara

 

 

 

Der geregelte Tagesablauf auf der Tierfarm tut uns allen gut. Von 7-8.00 Uhr ist das Ausmisten und füttern der Tiere angesagt. Nach der Frühstückspause geht es dann um spezielle Tierpflege wie Schafe waschen, Medikamente spritzen (als Krankenschwester auf einmal Schafe zu spritzen ist doch etwas ganz anderes), Ponys bürsten, Fische einfangen und in einen anderen Teich bringen... Auch haben wir ein grosses Feld von Unkraut befreit um Sojabohnen und Futtermais anzusäen. Die Gartenfläche wird immer mal wieder erweitert und das neuste Projekt ist der Bau eines Backpackerhauses. Nach dem Mittagessen wird unter den volunteers rege ausgetauscht. Es ist äussertst spannend mit Menschen jeden Alters und verschiedenster Herkunftsländern über Gott und die Welt zu diskutieren. Am Nachmittag werden dann jeweils erst einmal wieder alle Tiere ausgemistet und gefüttert. Ebenso werden die Gartenflächen gegossen und da und dort stehen immer irgendwelche kleine Aufgaben an. Es macht Spass körperlich zu arbeiten und ist spannend in die vielfältige Arbeit einer Tierfarm Einblick zu haben. Wir schätzen die familäre Atmosphäre sehr und staunen immer wieder über die thailändische Gelassenheit.

 

 

Sandra