Lebenswelten

Nach 7 Monaten zurück in der Schweiz stehen wir noch ohne Job da. Wir lassen uns bis heute aber nicht von Angst steuern. Wir versuchen unsere Lebensaufgabe zu finden. Was wollen wir wirklich? Wo können wir unsere Fähigkeiten mit viel Freude einbringen? Welches sind unsere ureigenen Überzeugungen und was sind Glaubenssätze die wir von unseren Eltern und der Gesellschaft übernommen haben? Diese Fragen stellen wir uns immer wieder und merken dabei wie schwierig es für uns ist das alte Denken loszulassen.

Wir leiden in Europa an schwindenden Arbeitsplätzen. Um uns den (Arbeits-) Platz in der Gesellschaft zu sichern, klammern wir uns selbst dann an Arbeitsstellen, wenn  sie unbefriedigend sind. „Man kann nicht alles haben. Überall ist etwas das nicht passt.“ Wie oft hört man diesen Satz von unzufriedenen Arbeitnehmern. Muss das wirklich sein? Wieso fällt es uns so schwer an einen echten Traumjob zu glauben? Oft sind wir unfähig unsere inneren Wünsche aufzuspüren. Und dann tun wir schwer daran diese Wünsche zu äussern und eigene Projekte zu realisieren. Die Angst und Unsicherheit versucht uns immer wieder zu besiegen. Wir aber wollen uns nicht mehr besiegen lassen und versuchen unseren eigenen Weg finden.

 

Im letzten Elternforum der Monterana Schule befassten wir uns mit den unterschiedlichen Werten, Vorstellungen, Möglichkeiten und Ansprüchen der verschiedenen Generationen in Hinblick auf die Arbeitswelt. Suchten unsere Eltern noch eine Stelle mit lebenslanger Jobgarantie, so arbeitet heute kaum jemand über Jahrzehnte in seinem Erstberuf. Bevorzugt die ältere Generation Gespräche von Mann zu Mann, so gewinnt heute die permanente digitale Kommunikation per Smartphone und visuellen Medien an Bedeutung. Früher brachte Status, Disziplin und Höflichkeit Anerkennung. Die Jungen von heute aber respektieren andere für Ihre Individualität und Kompetenzen, die sie auch offen miteinander teilen. Es wird angestrebt die strikte Trennung von Arbeit und Freizeit verschwimmen zu lassen. 

 

Die Arbeitshaltung der verschiedenen Generationen und deren Hintergründe zu erkunden bringt so manche „AHA-Erkenntnis“ und ist ein überaus spannendes Thema. Durch das Verständnis der unterschiedlichsten Überzeugungen kann eine bessere Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen entstehen. Ebenso wird man dazu aufgefordert, seine eigene Arbeitshaltung zu hinterfragen. An welchen Grundsätzen möchte ich festhalten, wo möchte ich mich nach der neusten Entwicklung orientieren. Auf der Suche nach unseren individuellen Vorstellungen unseres Arbeitslebens stellen wir uns ganz bewusst den Themen der verschiedenen Lebenswelten. 

 

 

Sandra